Allen Grund zum Lachen haben nicht nur Alexa und Fit for the Job 

Hätte der Trainer seine Statistik akribischer geführt, hätte er schon vor dem Finaltag der 112. Austragung der Rennen in St. Moritz auf dem See feiern können. Mit der Gesamtsiegzahl von 1.990 reiste Christian von der Recke ins Engadin. Die Summe ist die Addition von Flach- und Hindernisrennen im In- und Ausland. Nicht dazu zählen die Skikjöring-Rennen.

Alles begann im Jahr 1998 als ein wohlhabender Bayer in Weilerswist mit dem Porsche vorgefahren kam und meinte er könnte gut Skifahren und hat etwas Erfahrung mit den Trabern und dem Sulky. Ein langjähriger Freund und Besitzer hatte diesen sportlichen Herren auf Christian aufmerksam gemacht, mit dem Rat „das ist dein Mann“. Also wurde ein passendes Pferd gekauft und in St. Moritz die Skikjöring-Prüfung (mit berittenen Reitpferden!) abgelegt. Es dauerte dann ein wenig bis es den ersten Sieg zu feiern gab. Der erste Sieger hieß passender Weise White Wine im Jahr 2000. Es wurde dann mehr Geld in die Hand genommen und das Gruppe-Pferd Montalban erworben. Der hat 2002, auch nach einem Aufenthalt in den Bergen, den Gran Premio dia de Andalucia (C.E.) (Mijas Cup) (für den Sieger € 105.000) mit Warren O’Connor gewonnen. Nicht das der Besitzer dort live vor Ort gewesen wäre. Er weilte in Bayern aß gerade ein Frühstücksei als im die frohe Botschaft über den lukrativen Gewinn übermittelt wurde. Es hat ihn allerdings recht wenig interessiert, denn seine Pferde mußten nur in St. Moritz spot on sein. Das war dann Montalban auch ein Jahr später gegen die großartige Volta. Es gelangen weitere Siege mit Akebono (2 Mal) und Aesop. Mit fünf Siegen beendete Harald Kronseder seine Karriere als Skikjöring-Fahrer und war einer der Wenigen, die nicht aus der Schweiz kommend und Skilehrer waren. Einmal ist er auch König des Engadins geworden. Aber leider erst ein halbes Jahr später als einem Protest nach langem hin und her stattgegeben wurde. Gefeiert wurde dann aber trotzdem noch.

Schon vor 2009 – die Seriensiegerin Volta war längst nicht mehr dabei – konnte Christian mit Franko Moro einen nicht nur sehr sympathischen und gut aussehenden Fahrer gewinnen, sondern auch einen sehr guten. In dieser Verbindung fuhr er sieben Mal als erster über die Linie. Sieger waren Peredur, Bergonzi (2 Mal), Dreamspeed (2 Mal), Perfect Swing und eben 2019 Lips Legend. Insgesamt konnte sich Franco sieben Mal die Krone aufsetzen - drei Mal mit Recken-Pferden.

Nun wieder zurück im Unterland, wie die Engadiner so schön sagen, werden schon Pläne für eine 2000er Feier geschmiedet, denn so oder so wird es auch ohne die Zählung der 12 Siege in den Skikjöring-Rennen bald dieses Ereignis zu feiern geben. Und jeder der den Trainer kennt weiß, diese Anlässe werden ordentlich gefeiert. Wohl dem der dabei sein darf.
(18.02.2019)