Shrubland (GB) siegt im Listenrennen am weißen Stein. 

Sage und schreibe der siebte Sieg gelang heute in Bad Harzburg dem sechsjährigen High Chaparral-Sohn Shrubland (GB) (St. Ahrens u.a.). Im Sattel saß wie bei allen Rennen, Miguel Lopez. Auf Nachfrage sagte der Schweizer, dass Shrubland sein absolutes Lieblingspferd sei. Die beiden harmonieren sehr, egal ob auf der Flachen oder über die Hindernisse.

In dem Listenrennen über Hürden (3.400) legte sich das Recke-Pärchen erstmal entspannt ans Ende des Feldes. Als es dann den Berg hinunter ging machten sich Shrubland und Miguel auf den Weg nach vorne. Das sah schon sehr stark aus und man konnte früh erkennen, sollte jetzt nicht noch ein Fehler passieren, dass das Dreamteam das Rennen gewinnen wird. Leicht vier Längen lautet der Richterspruch und in Anbetracht der Tatsache, dass es sich bei dieser Prüfung um ein Listenrennen handelt und noch das Risiko eines Hindernisrennens einzubeziehen ist, ist die Siegbörse mit 6.400 Euro schon etwas mager. Exactorius beendete brav als fünfter das Rennen. Sein Reiter Thomas Dowson war für Jongo O’Neill jr. eingesprungen, der Engagements in Irland wahrnehmen mußte.

Eine besonders gute Leistung war das Debut der zweijährigen Stute Winsome Belle (GER) (M-B-A Racing). Die schön formierte Stute von Thewayyouare a.d. Blossom hatte bei häuslichen Proben einiges an Talent und Einsatzbereitschaft offenbart. Sie ist mit guten Hoffnungen in den Harz gereist und hat diese eingelöst. Gerade bei einem jungen Pferd, dass noch dazu seinen ersten Lebensstart in Harzburg absolviert, hat das tägliche Training auf der Bahn sicher ein wenig dazu beigetragen, dass sie gleich auf dem Ehrenplatz landete. Zum Schluß mit Abstand das schnellste Pferd. Das lädt zum Träumen ein.

Der Stallgefährte Theodosia (IRE) (M-B-A Racing) hatte in Hamburg nach 1,5jähriger Pause jegliche Einsatzbereitschaft vermissen lassen und lief mehr als blass. Er ist einfach so schön und meint vielleicht, dass das ausreicht. Heute wurden ihm erstmals Blinkers angelegt und M. Casamento schickte den Teofilo-Sohn heute gleich nach dem Start energisch an die Spitze. Diese verteidigte der Wallach auch über fast die gesamte Rennstrecke. Zum Schluß wurde er jedoch noch von zwei Gegnern überholt, zeigt aber deutlichen Aufwärtstrend.

Im abschließenden Hürdenrennen startete das Stall Wollin-Pärchen mit Bahama Moon (IRE) und Little Princess (GER), sie waren bereits am Sonntag am Start gewesen. Beide sind über die Hindernisse schon sehr routiniert aus England in den Stall gewechselt. Bahama Moon übernahm beherzt die Führung und tat ein wenig viel an der Spitze, zumal er bald vom späteren Sieger Apoleon Druck bekam. Eine schöne Ausgangslage hatte dahingehend Little Princess, die ungestört ein Hürde nach der anderen sauber sprang und so Energie sparen konnte. Den Berg hinunter war Bahama Moon längst in Nöten, da machte sich Little Princess auf den Weg nach vorne. Beide liefen sehr brav und den sechsten Platz von Bahama Moon darf man nicht überbewerten. Das kann der besser.


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(25.07.2019)